Aus Quarzsand entsteht ein Mikrochip: Ein 10-sekündiges Video mit Start- & End-Frame entwickeln

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Videos lassen sich entweder ausschließlich mithilfe von Prompts oder auf Basis hochgeladener Bilder, sogenannter Frames, erstellen. Werden ein Start- und ein Endbild hochgeladen und durch einen passenden Prompt ergänzt, generiert das Videomodell daraus eine Videosequenz. Dabei orientiert es sich möglichst genau an den Motiven und visuellen Vorgaben des Start- und Endframes. Im folgenden Beitrag wird die Plattform Flow verwendet, um in einem 10-sekündigen Video KI-generierten Quarzsand in einen Mikrochip zu transformieren.

Und so funktioniert es:

1) Zwei Bilder über eine Bild-KI wie ChatGPT Images oder Nano Banana generieren.
2) Die Bilder in einem Flow-Projekt hochladen und jeweils ein Start- & Endbild (Frames) festlegen.
3) Weitere Einstellungen zu Länge, Anzahl der Videos und Modellauswahl treffen. Zusätzlich das Format auswählen.
4) Das fertige Video lässt sich in Flow anschauen, herunterladen und innerhalb einer Szene weiterbearbeiten.
5) Viel Erfolg!

Der untere Screenshot zeigt einen Mikrochip, der mit ChatGPT Images und einem simplen Prompt im Quadratformat (1:1) erstellt wurde. Als Ausgangsmaterial für die Chip-Herstellung habe ich zudem eine fotorealistische Abbildung von Quarzsand erstellt, der als Start-Frame dient. Den fertigen Mikrochip verwende ich als End-Frame.

Beide Exemplare lassen sich in einem Flow-Projekt über die Upload-Funktion hochladen. Alle hochgeladenen Bilder kann ich übersichtlich einsehen und für weitere Projekte verwenden. Generell ist die Methode mit einem Start- und End-Frame als zuverlässig anzusehen, da die Bild-KI die Abbildungen als feste Orientierungspunkte nutzt.

Um die Frame-Funktion zu aktivieren, muss ich unten rechts in der Promptleiste in den Settings von „Zutaten“ auf „Frames“ umstellen. Erst dann werden die beiden Felder „Starten“ und „Ende“ angezeigt, in denen ich jeweils ein Bild einfügen kann. Diese Einstellung ist erforderlich, da die Methode andernfalls nicht funktioniert.

Die obere Nahaufnahme zeigt eine Übersicht der zentralen Einstellungen, die sich im Rahmen der Videoerstellung in Flow vornehmen lassen. Über das Drop-Down-Menü wird das Videomodell festgelegt. Für die Entwicklung nutze ich Googles aktuellste Video-KI Omni Flash 1.1. Alternativ könnte ich auch ein Veo-Modell auswählen.

Klicke ich auf das Feld „Starten“, öffnet sich ein neues Fenster, in dem ich einen der Uploads als Anfangsbild auswähle. Auf dieser Grundlage beginnt das 10-sekündige Video. Unten rechts bestätige ich den Start-Frame mit einem Klick auf „Zum Prompt hinzufügen“ Mit einem erneuten Klick auf eines der Frame-Felder lässt sich das Bild wieder entfernen.

Prompt:

Start frame: macro close-up of raw quartz sand, pale beige and translucent crystalline grains filling the frame.

The camera remains almost completely fixed while the quartz grains begin to subtly vibrate and emit a faint warm glow. Individual grains lift from the surface and move inward in precise, controlled streams. The loose sand gradually compresses, melts and reorganizes into highly ordered crystalline structures. Fine geometric patterns emerge from the material as the transformation becomes increasingly technological.

The quartz progressively changes into refined silicon: the irregular grains fuse into a smooth, dark semiconductor surface. Microscopic conductive lines and circuit structures grow organically across it, as if being assembled from the quartz itself. The transformation should feel continuous and physically believable — no sudden cuts, no object appearing out of nowhere.

As the process continues, the material forms the precise square shape of a modern microchip. Metallic contacts, intricate circuit traces and layered components develop from the original mineral structure. A warm orange energy begins to illuminate the circuitry from within.

End frame: a fully formed futuristic microchip centered in the exact composition, glowing intensely with warm orange light, mounted on a dark detailed circuit board. The final frame should visually match the provided microchip reference image.

Style: photorealistic, cinematic macro photography, highly detailed material transformation, realistic quartz and silicon textures, elegant high-tech aesthetic, smooth continuous morphing, dramatic but controlled lighting, shallow depth of field, no text, no logos.

Important: preserve the same camera angle, framing and central composition throughout the entire shot. The quartz sand must visibly become the microchip rather than dissolve or crossfade into it.

Nachdem der Start- und der End-Frame festgelegt sind, wird zum Schluss ein Prompt eingefügt. Diesen habe ich mit ChatGPT formuliert, im selben Chat, in dem zu Beginn die beiden Bilder generiert wurden. Mittlerweile lasse ich meine Prompts sehr detailliert schreiben und füge diese dann über die Copy‑&‑Paste-Funktion auf Plattformen wie Flow ein.

Die Videoerstellung kann je nach Länge und Auflösung einige Minuten dauern. Anschließend kann ich das fertige MP4-Video anschauen. Jeden Tag bietet Googles Videoumgebung Flow eine begrenzte Anzahl von Credits, um unterschiedlichste Szenen KI-gestützt generieren zu lassen. Es gibt viele sinnvolle Use-Cases, um kurze Videos von maximal 10 Sekunden beispielsweise in Lehrveranstaltungen etc. einzubinden. Viel Spaß beim Testen!

matthias kindt autor