FelloFish – Feedback für alle

Ein Gastbeitrag von Hendrik Haverkamp

Feedback – das ist die Mission des KI-Schreibbegleiters FelloFish, denn Feedback ist der zentrale Faktor für schulischen Lernerfolg. Das Prinzip hinter dem Tool ist denkbar einfach: Lehrkräfte erstellen Aufgaben, Schüler:innen erhalten während der Bearbeitung eine lernförderliche Rückmeldung und Lehrkräfte eine Auswertung zum Kompetenzstand ihrer Klasse.

 fello fish

Schauen wir etwas genauer hin: Lehrkräfte haben ein Problem. Sie wissen um die Bedeutung von Feedback im Lernprozess, schaffen es aber aus Zeitgründen im Unterricht zu selten, allen Kindern und Jugendlichen eine Rückmeldung zu geben. Hier setzt FelloFish an. Das Tool fungiert als persönlicher Schreibbegleiter, der Schüler:innen individuelle Rückmeldungen gibt – und zwar nicht erst am Ende, sondern direkt während der Arbeit am Text. Das klappt in allen Fächern, in denen Antworten in Textform erwartet werden (z.B. Deutsch, Fremdsprachen, Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften etc.).  

 

Wie funktioniert der „Fisch“ in der Praxis? 

Lehrkräfte legen im Aufgaben-Editor eigene Aufgaben für ihre Schüler:innen an, indem sie (multimodale) Materialien wie Texte und Bilder beifügen. Durch das Bereitstellen von Feedback-Kriterien justiert die Lehrkraft den Feedback-Fokus der KI. Die Kriterien, die man sich in der App auch von der KI vorschlagen lassen kann, dienen dem System als Erwartungshorizont, an dem der Schüler:innentext gemessen wird. 

 

Damit die Aufgabenerstellung schneller vonstatten geht, können Lehrkräfte auch auf Templates bzw. auf fertige Aufgaben von Schulbuchverlagen zurückgreifen oder sie tauschen Aufgaben über FelloFish untereinander. 

Wie kommen die Schüler:innen an ihr Feedback?

Die Schüler:innen erhalten die Aufgaben von ihrer Lehrkraft per Link oder QR-Code und melden sich aus Datenschutzgründen mit einem Pseudonym an. Danach bearbeiten sie die Aufgaben und erhalten auf Knopfdruck individuelles KI-Feedback zu ihren Texten. 

Das Besondere: FelloFish korrigiert nicht einfach nur Fehler. Das Tool macht konkrete, handlungsleitende Verbesserungsvorschläge auf Basis der Kriterien zu Inhalt, Struktur und Sprache. Das regt zur Reflexion an, anstatt einfach nur eine „Lösung“ zu präsentieren. Farbige Fortschrittsbalken verdeutlichen ganz genau den aktuellen Bearbeitungsstand. Nimmt ein Schüler eine Veränderung vor, kann er sich im nächsten Schritt unmittelbar ein Zwischenfeedback abholen und bekommt sofort angezeigt, ob er sich verbessert hat. Wer Schwierigkeiten hat, das KI-Feedback zu verstehen, kann sich das Feedback auch vereinfachen, übersetzen oder vorlesen lassen. 

 

Vorteile für die Lehrkräfte

Das Tool macht Feedback für Lehrkräfte skalierbar. Auf diese Weise bekommen alle Schüler:innen eine Rückmeldung – etwas, was Lehrkräfte aufgrund ihrer eingeschränkten Ressourcen ansonsten nicht leisten können. Das Feedback wirkt aber nicht nur in Richtung der Schüler:innen. Auch die Lehrkräfte profitieren von FelloFish, weil das Tool das Lernen transparenter macht. Im Lehrkräfte-Dashboard bekommt die Lehrkraft den Bearbeitungsstand aller Schüler:innen live angezeigt. 

So können die Lehrer:innen auf einen Blick sehen, bei welchen Kriterien die Klasse oder noch genauer – einzelne Schüler:innen – fachliche Probleme haben. Die Lehrkraft fischt nicht im Trüben und kann den Unterricht anpassen oder einzelnen Schüler:innen gezielt helfen.

Einsatzszenarien

FelloFish entlastet Lehrkräfte primär durch KI-gestütztes Echtzeit-Feedback, das sowohl bei schriftlichen Aufgaben im Unterricht als auch bei Hausaufgaben eingesetzt wird. Schüler erhalten so auch zu Hause einen digitalen Ansprechpartner, während die Lehrkraft über ein Dashboard den Lernstand analysieren kann, ohne jede Aufgabe händisch korrigieren zu müssen.

Besonders helfend zeigt sich das Tool in der Prüfungsphase: Es ermöglicht die Durchführung von Probeklassenarbeiten ohne zusätzlichen Korrekturaufwand und strukturiert die anschließende Berichtigung durch klare Feedbackkriterien. Darüber hinaus unterstützt die KI in kooperativen Lernphasen, indem sie Schülern vor dem Austausch in der Gruppe Sicherheit über ihr Textverständnis gibt und so besonders die Teilhabe in leistungsheterogenen Klassen fördert.

Kostenlos testen

FelloFish ist ein schönes Beispiel, wie KI gezielt als Prozessbegleiter und Tutor für Schüler:innen eingesetzt werden kann, statt nur Ergebnisse generieren zu lassen. Das Tool wurde von Lehrkräften für Lehrkräfte entwickelt und stärkt nachhaltig die Textkompetenz. FelloFish wird mittlerweile in verschiedenen Bundesländern in Pilotphasen erprobt und ist datenschutzkonform.

Wer das Ganze testen möchte: Es gibt eine Möglichkeit, sofort loszulegen. Ihr könnt euch anmelden und 100 Feedbacks kostenlos erhalten, zeitlich unbefristet. Für den breiten Einsatz gibt es dann gestaffelte Schul- oder Einzellizenzen.

Hier geht es direkt zu FelloFish: https://www.fellofish.com/

 

Autor

Hendrik Haverkamp ist Lehrer am Evangelisch Stiftischen Gymnasium, Co-Leiter des Virtuelles Kompetenzzentrum: Künstliche Intelligenz in Bildung, Wissenschaft & Arbeitswelt (VK:KIWA), Co-Host von Kompass KI und Co-Gründer von FelloFish.