Offener Formular-Generator des KIT ermöglicht Angaben zur KI-Nutzung
Bitte beachten Sie: Dieses Werkzeug stellt keine offizielle oder verpflichtende Vorgabe des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) dar. Es wurde als praktischer Vorschlag entwickelt, um Lehrende bei der Gestaltung transparenter und fairer Richtlinien zur KI-Nutzung zu unterstützen.
Die letztgültigen Regelungen für Studienleistungen obliegen der Verantwortung der jeweiligen Fakultät und der einzelnen Lehrperson. Dieses Tool soll einen konstruktiven Beitrag zum hochschulweiten Diskurs über den Umgang mit KI-generierten Inhalten leisten.
Ihr Vorgehen
- Sprache wählen: Nutzen Sie die Sprachauswahl oben rechts, um zwischen der deutschen und englischen Version zu wechseln. Strukturelle Einstellungen werden synchronisiert.
- Umfang steuern: Legen Sie in den „Globalen Einstellungen“ fest, wie viele Nutzungsbeispiele Sie für eine faire Bewertung benötigen.
- Inhalte anpassen: Klicken Sie direkt in einen beliebigen Text, um ihn zu bearbeiten. Alle Änderungen werden automatisch gespeichert.
- Matrix konfigurieren: Fahren Sie mit der Maus über eine Aktivitätszeile, um die Steuerelemente einzublenden. Die Reihenfolge können Sie mit den Pfeil-Buttons in der ersten Spalte ändern.
- Vorschau prüfen: Mit dem „Live-Vorschau“-Button im Header sehen Sie jederzeit das exakte Ergebnis aus Studierenden-Sicht.
- Speichern & Exportieren: Über das Menü im Header erzeugen Sie die interaktive HTML-Datei für Ihre Studierenden (in der aktuell gewählten Sprache). Sichern Sie Ihre Konfiguration als JSON-Datei (speichert beide Sprachen), um sie später wieder laden und weiterbearbeiten zu können.
Quelle: KIT – Karlsruher Institut für Technologie
Ziel: Eine Win-Win-Situation schaffen
Dieses Werkzeug vereinfacht Ihre Arbeit und fördert zugleich Transparenz und Kompetenzerwerb bei den Studierenden.
- Für Sie als Lehrende: Eine standardisierte Angabe der KI-Nutzung erleichtert Ihnen den Vergleich und die faire Bewertung von Studienleistungen. Sie steuern gezielt den Detaillierungsgrad der Dokumentation, anstatt ein unpraktikables Logbuch aller Interaktionen zu verlangen.
- Für Ihre Studierenden: Ein interaktives Werkzeug, das Klarheit über erlaubte Nutzungsweisen schafft und sie aktiv dabei unterstützt, ihre Angaben korrekt und nachvollziehbar zu machen.
Die Zwei-Säulen-Dokumentation
Dieses Tool folgt den aktuellen Best Practices wissenschaftlicher Verlage (z.B. Nature, Science, APA). Die Kennzeichnung der KI-Nutzung stützt sich auf zwei Säulen:
- Allgemeine Erklärung: Eine zusammenfassende Erklärung am Ende der Arbeit.
- Kennzeichnung im Text: Eine präzise Kennzeichnung direkt im Text (z.B. per Fußnote) für konkret von der KI übernommene Inhalte.
Der obere Screenshot aus dem Formular-Generator zeigt eine tabellarische Übersicht, in der Studierende ihre Nutzung von KI-Tools ehrlich einordnen können. Alle Themenbereiche lassen sich individuell anpassen. Einfach in ein Feld reinklicken und den geeigneten Text hinzufügen. Hier wird hinsichtlich der Aktivität von „Nicht erlaubt“ bis „Hoch erlaubt“ unterschieden und auch die Intensität kann manuell festgelegt werden.
Gehen Sie die folgende Tabelle durch und ordnen Sie Ihre Nutzung ehrlich ein. Als nicht erlaubt markierte Nutzungsarten dürfen nicht angewendet werden.
Unterhalb der Matrix lässt sich über einen Button-Klick auf „Neue Aktivität hinzufügen“ eine weitere Zeile oder auch mehrere Zeilen zusätzlich anordnen. In meinem Beispiel habe ich in das Feld ganz links den Text „KI & Bildung“ eingefügt.
Um zu überprüfen, ob das aktuelle Formular optimal ausgestaltet wurde, kann ich rechts oben (Desktop-Version) den Inhalt jederzeit über einen Klick auf „Live-Vorschau“ checken. Ein sinnvolles Feature des Formular-Generators des KIT – Karlsruher Institut für Technologie. Übrigens oben in der URL ist erkennbar, dass die offene Anwendung in der 2. Version (v2) verfügbar ist.
Ist mein Formular komplett und ich möchte dies nun im Rahmen einer Lehrveranstaltung nutzen, so klicke ich rechts oben auf das grüne Feld „Speichern & Exportieren“ und wähle zum Beispiel den Button „Interaktives HTML speichern“ aus. Die Datei kann anschließend im Web-Browser geöffnet werden.
Inspiration & Datensparsamkeit
Dieses Werkzeug wurde inspiriert durch den KI-Policy-Generator der Universität Bamberg. Beide Werkzeuge können gut gemeinsam oder auch unabhängig voneinander eingesetzt werden, um klare Rahmenbedingungen für den KI-Einsatz in der Lehre zu schaffen.
Datensparsamkeit: Dieser Generator läuft vollständig clientseitig in Ihrem Browser. Die Inhalte, die Sie eingeben, werden nicht an einen Server gesendet oder dort gespeichert.
Alternative: KI-Policy-Generator er Universität Bamberg
Der KI-Policy-Generator der Universität Bamberg ist ein beliebtes Online-Tool, um zügig ohne Anmeldung eine passende Richtlinie für die eigene Lehrveranstaltung zu erstellen. Nach einem Update ist er nun in der dritten Version (v3) verfügbar und wurde gezielt um einige Funktionen und hinsichtlich des Designs angepasst. Auch der Switch auf Englisch ist möglich. Super!











