Manus: Ein KI-Agent übernimmt die tiefergehende Recherche
Manus ist einer der bekanntesten KI-Agenten weltweit, wurde einst in China von der Firma Butterfly gegründet, ist aus rechtlichen Gründen mit dem Firmensitz nach Singapur umgezogen und wurde kürzlich vom US-Konzern Meta (Llama) übernommen. Das Tool bietet vielfältige Möglichkeiten der Automatisierung und ist auch gut kostenfrei nutzbar.
Der obere Screenshot zeigt das Interface auf der Startseite, das wie bei so vielen weiteren Anwendungen über eine Promptleiste mit Textinput, Upload-Funktion, diversen Tools etc verfügt. Dies ist mittlerweile absoluter Standard. In der unteren Abbildung ist der User-Prompt dargestellt und zusätzlich wurde ein Upload der 130. Auflage des Newsletters KI & Bildung vorgenommen.
Prompt: ***Bei dem PDF-Upload handelt es sich um den deutschsprachigen Newsletter KI & Bildung mit Schwerpunkt D-A-CH Raum. Erstelle ein thematisch ähnliches und englischsprachiges Format mit klarem Fokus auf die USA.***
Wie aus dem Prompt hervorgeht, soll also aus dem deutschsprachigen Newsletter im Handumdrehen ein englischsprachiges Pendant mit Fokus auf die USA und den dortigen Bildungsbereich entwickelt werden. Agenten wie Manus versprechen Nutzern infolge der Automatisierung eine Zeitersparnis. Aber klappt das auch? Eine Anbindung von Top-Sprachmodellen wie Claude von Anthropic und die Ausgabe von Bildern sollen dies ermöglichen.
Dier Recherchevorgang kann nun einige Minuten dauern und im besten Fall wird ein sehr ähnliches PDF mit geeigneten Verlinkungen rund um den Einsatz von künstlicher Intelligenz in Lehre und Unterricht generiert. Passt dies noch nicht so ganz, so wird dies einfach mit einem Folgeprompt konkretisiert. Auf der linken Seite wird der Bericht dargestellt und rechts sind auch schon die passenden Bilder generiert.
Bei mir im Beispiel wurde das PDF noch nicht ausgegeben und daher hatte ich dies im nächsten Prompt ganz direkt angesprochen. So etwas lässt sich natürlich auch im anfänglichen Prompt sehr ausführlich ausdrücken, aber in diesem Beitrag halte ich es bewusst recht einfach. Die untere Abbildung zeigt aber nun, dass unser Agent Manus mit dem PDF „AI_US_Education_Newsletter“ eine vom Namen her sehr passende Datei ausgegeben hat, die man öffnen und auch herunterladen kann. Der gesamte Textoutput ließe sich ebenfalls als Docs speichern und weiterbearbeiten.
Zur genaueren Überprüfung öffnet man innerhalb der Umgebung das PDF. Das Deckblatt sieht thematisch gut aus und auch die Bezeichnung bzw. der Titel & die Beschreibung sind treffend formuliert. Dies habe ich wie oben schon erwähnt alles über den kostenlosen Plan und mit dem Modell Manus 1.6 Lite erstellt.
Da der Aufmacher der 130. Ausgabe von KI & Bildung eine Umfrage unter Studierenden war, hat der Agent versucht, ähnlichen Content an US-Hochschulen zu finden und sogar automatisch ein geeignetes Diagramm ausgegeben. Also die Aufgabe hat Manus definitiv verstanden und versucht gut umzusetzen.
Was regelmäßig bei Sprachmodellen und einer tiefergehenden Recherche auffällt, ist, dass sich KIs wie Manus vor allem an den Spitzeneinrichtungen wie in diesem Fall der Harvard University orientieren. So etwas ließe sich im ersten Prompt dann anpassen. Die untere Quellenübersicht bestätigt dies zusätzlich mit dem MIT und Stanford. Auch für den deutschsprachigen Raum mit der TU München und ETH Zürich ist mir dieses häufiger aufgefallen.
Generell lohnt es sich, Agentensysteme wie Manus kostenfrei zu testen und diverse Aufgaben durchzugehen. Zum Schluss gibt es noch eine Beispielliste und auf der womöglich der eine oder andere sinnvolle Use Case kurz vorgestellt wird. Gerne mal testen 😉
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