Mit einem Claude Artefakt in den EU AI Act einsteigen

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In Claude lassen sich interaktive Anwendungen im Rahmen eines „Vibe Coding“ entwickeln, die mit der Bezeichnung „Artefakt“ in einem Prompt gezielt aktiviert werden können. Hierzu nutze ich den kostenlosen Plan von Claude. Im Beispiel möchte ich mir das europäische KI-Regelwerk EU AI Act auf Einsteigerniveau erläutern lassen, auch mit einem finalen Quiz.

Zum offenen Claude-Chat

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Der obere Screenshot zeigt die Startoberfläche von Claude, die mich nicht selten mit netten Begrüßungen erwartet. Oben im Kontextfenster habe ich bereits das offizielle PDF auf Deutsch des KI-Regelwerks hochgeladen und folgenden Prompt gesetzt: ***erstelle ein Artefakt zum EU AI Act, der mich als Einsteiger spielerisch in die Thematik einführt. konzentriere die auf die zentralen Bestandteile des Regelwerks***:

Nach einem Klick auf Enter fängt das Top-Sprachmodell Claude Sonnet 4.6 an, die erste Version der Simulation im Stile eines Programmierers zu erstellen. Diese ließe sich jederzeit anpassen, falls man diese funktional erweitern möchte. Die untere Abbildung zeigt die ausgegebene Grafik zum EU AI Act innerhalb des Claude-Chats und sie startet mit den vier festgelegten Risikoklassen, die in einer Pyramide angeordnet sind, von „minimales Risiko“ bis hin zu „Verbotene KI“. 

Alle Risikoklassen sind anklickbar und anschließend öffnet sich unterhalb ein Fenster mit erklärendem Text und Beispielen anhand von Use-Cases. Nach einem Klick auf „Begrenzte Risiken“ weist mich Claude auf die Transparenzpflichten hin und gibt als beispielhafte KI-Systeme „Chatbots“, „KI-generierte Texte & Bilder“ und „Empfehlungssysteme“ aus. Unsere interaktive Grafik scheint also zu funktionieren. Super!

Oben in der Navigation lassen sich die Reiter wechseln, etwa von den „Risikoklassen“ hin zu „Akteure“ oder „Pflichten“ Das ist alles genau im europäischen Gesetz EU AI Act festgeschrieben und die von Claude programmierte Anwendung hilft dabei, dieses Wissen anschaulich zu präsentieren. Man muss nicht alle Seiten genau im PDF durchgehen, um das Regelwerk zu verstehen, aber gezielt kontrollieren. Claude kann auch die Seitenzahlen im PDF anzeigen.

Nun wird auf den Menüpunkt „Pflichten“ gewechselt und im Anschluss ist aufgelistet, was Unternehmen bei „Hochrisiko-KI“ beachten müssen. Die Pflichten sind ansprechend designt und mit unterschiedlich farbigen Bullet Points dargestellt. Man kann gut erkennen, wie Claude insgesamt das Design vielfältig hält und nicht immer überall die selbe Darstellungsform wählt. 

Es kann gut sein, dass der/die eine oder andere schnell mal die Übersicht verliert, ab wann wichtige Verordnungen des weltweit ersten KI-Regelwerks in Kraft treten. Daher lohnt sich stets ein Blick auf eine Timeline des EU AI Act, die mit Sicherheit schrittweise erweitert wird. Ab 02.08.2026 treten weitere Regeln zur „Hochrisiko-KI“ in Kraft. Claude Sonnet 4.6 hat rechts daneben ein farbiges Feld mit dem Hinweis „nächstes Ziel“ ausgegeben.

Da ich mich jetzt wirklich „fit“ bzw. gut informiert fühle, beginne ich in der Navigation oben rechts über den Button „Quiz“ eine Fragerunde, um mein Wissen zu testen. Solche Quiz ließen sich im Rahmen des Artefakts jederzeit in Claude erweitern, etwa hinsichtlich der Anzahl der Fragen oder einer Stoppuhr und Ähnlichem. Hierzu einfach direkt passende Folgeprompts wie ***füge [XYZ] hinzu*** formulieren.

Na, das fing ja gut an mit der ersten Quiz-Frage hinsichtlich der Einordnung von automatischen Bewerbungsfiltern im Rahmen von Bewerbungsprozessen in Unternehmen. Diese werden klar den „Hochrisiko-KIs“ zugeordnet und dies bedeutet umfangreiche Dokumentations- und Transparenzpflicht seitens der Arbeitgeber.

Interaktive Simulationen können auch mehrere Dateien als Grundlage haben. Um einen umfassenden Einblick in alle Dokumente zu erhalten, klickt man oben rechts auf das „Dokumenten-Icon“ mit der Bezeichnung „Seitenleiste öffnen“. Anschließend wird eine Sidebar rechts mit allen Dateien dargestellt. Diese ließen sich herunterladen

Habe ich ein gut funktionierendes Artefakt erstellt, so möchte ich dies womöglich meinen Kolleginnen und Kollegen präsentieren, die diese Anwendung dann selber in ihrem eigenen Chat in Claude weiterführen können. Hierzu rechts oben auf den „Teilen-Button“ klicken und einen „Öffentlichen Link erstellen“.

Unten im Screenshot habe ich den Chat geöffnet und den „Public Link“ in ein neues Browser-Fenster eingefügt. Unten wird der schwarze Button „Ask Claude your own question“ angezeigt und genau diesen kann man anklicken, um den EU AI Act selbst spielerisch zu erörtern. Nein, der Code kann nicht geändert werden, denn diese Befugnis liegt nur beim Entwickler, also wie oben rechts dargestellt bei „Matthias Kindt“ 😉 Viel Erfolg!


Videoübersicht


Autor

matthias kindt

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