Physikalische Experimente visualisieren: Ein Foucaultsches Pendel im Gemini-Chat simulieren

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Das Foucaultsche Pendel zeigt auf einfache Weise, dass sich die Erde dreht. Die Schwingungsebene des Pendels bleibt dabei weitgehend konstant, während sich die Erde darunter dreht. Dadurch sieht es für uns so aus, als würde sich die Schwingungsrichtung des Pendels langsam verändern. Dies tut sie aber nicht. Mit KI-Umgebungen wie dem Gemini-Chat und der Möglichkeit, über Prompts gut designte Anwendungen zu entwickeln, lässt sich dieser Zusammenhang interaktiv simulieren.

Zur Anwendung im Gemini-Chat

Prompt: 

Erstelle eine hochwertige, fotorealistische 3D-Webapplikation (Single-File-HTML mit Three.js) für den Physikunterricht der gymnasialen Oberstufe (Klasse 13) zur Demonstration des Foucaultschen Pendels.

DESIGN & OPTIK (3D & Fotorealismus):

- 3D-Szene: Eine edle, leicht abgedunkelte Physik-Museumshalle oder ein klassisches Labor.

- Boden: Eine kreisrunde, detailliert texturierte Messing-Kompassplatte am Boden mit Gradzahlen (0°–360°) und Himmelsrichtungen.

- Pendel: Eine hochglänzende, spiegelnde Messing-Kugel (Metallic/Roughness-Shader), die an einem feinen Stahldraht von einer hohen Decke hängt.

- Licht & Schatten: Dynamische Punktlichter und weiche Echtzeit-Schattenwurf-Effekte der Kugel auf der Bodenskala.

- Visualisierung: Die Pendelkugel hinterlässt bei jeder Schwingung eine leuchtende, langsam verblassende Laser-Spur (Trail-System) auf der Bodenskala, um die Rotation der Schwingungsebene sichtbar zu machen.


INTERAKTION & KAMERA:

- Maussteuerung: Vollständige OrbitControls (Kamera mit gedrückter Maustaste frei im 3D-Raum um das Pendel rotieren, panen und zoomen).

- Auto-Start: Die Simulation startet sofort beim Laden mit einer realistischen Pendelbewegung.

- Buttons: Ein eleganter "Start / Pause"-Button und ein "Reset"-Button zum Zurücksetzen der Bahnspur.


STEUERUNG & PARAMETER (Oberstufen-Niveau):

1. Slider "Breitengrad phi" (-90° Süd bis +90° Nord, Default: 52° Nord).

2. Slider "Pendellänge L" (5 m bis 50 m, Default: 20 m).

3. Slider "Zeitraffer-Faktor" (1x bis 1000x, Default: 100x).


PHYSICAL & MATHEMATISCHE LOGIK (Exakt nach Schulphysik):

- Pendelperiode: T = 2 * PI * sqrt(L / 9.81) [in Sekunden]. Die Schwingung muss harmonisch und flüssig gerendert werden.

- Präzessionsgeschwindigkeit: omega = 15° * sin(phi) [in Grad pro Stunde].

- Zeit für 360° Drehung: T_rot = 24h / |sin(phi)| (bei phi = 0° Ausgabe: "Unendlich / Keine Präzession").

- WICHTIG: Das Pendel behält seine Schwingungsrichtung im Raum bei, während sich die Bodenskala (die Erde) visuell spürbar unter dem Pendel weg dreht!


TELEMETRIE / HUD OVERLAY (Obere Ecke):

Ein semitransparentes Glassmorphism-Overlay zeigt die physikalischen Kennzahlen live an:

- Breitengrad φ

- Präzessionswinkelgeschwindigkeit ω (°/h)

- Erwartete Periodendauer T (s)

- Dauer einer vollen Drehung T_rot (h)

- Vektor-Erklärung: "Corioliskraft-Komponente: F_c = 2 * m * (v x omega_Erde)"

Stelle sicher, dass alle Three.js-Skripte korrekt über CDNs eingebunden sind und der Code ohne Konsolenfehler direkt im Browser läuft. 

Podcast erstellt mit der Audio-Zusammenfassung im Gemini Notebook

Beim Foucaultschen Pendel hängt das Ergebnis von mehreren Parametern ab. Besonders wichtig ist der Breitengrad des Ortes. Je näher sich der Standort an einem der Pole befindet, desto schneller scheint sich die Schwingungsebene des Pendels zu drehen. Am Äquator ist dieser Effekt dagegen praktisch nicht zu beobachten. Auch die Länge des Pendels spielt eine Rolle. Ein längeres Pendel schwingt langsamer, wodurch sich seine Bewegung meist besser beobachten lässt. Die Gebäudehöhe ist dabei relevant, weil sie die mögliche Pendellänge begrenzt.

Die obere Abbildung zeigt die App im Vollbildmodus, der sich über einen Shared-Link öffnen lässt. Unten links befindet sich eine Box zur Einstellung der zentralen Parameter wie Breitengrad und Pendellänge, die über Schieberegler beliebig angepasst werden können. Oben rechts ist eine Live-Telemetrie verfügbar, die in Echtzeit unter anderem die Schwingungsdauer berechnet. Beide Fenster lassen sich schließen und wieder öffnen.

Halte ich die Maustaste gedrückt, so kann ich die Perspektive wechseln, um zu beobachten, wie das Foucaultsche Pendel direkt von der Seite oder von ganz oben aus der Vogelperspektive schwingt. Insbesondere bei naturwissenschaftlichen Zusammenhängen können solche Funktionen das Verständnis deutlich erleichtern.

Über einen Folgeprompt wurde oben links zusätzlich der Button „Versuch erklären“ integriert. Nach einem Klick öffnet sich innerhalb der Anwendung im Gemini-Chat ein neues Fenster. Hier kann ich unter anderem nachlesen, dass das Experiment vom französischen Physiker Léon Foucault stammt. Er führte es 1851 in Paris öffentlich vor, unter anderem im Panthéon.

matthias kindt autor