Projekte im datenschutzfreundlichen Lumo-Chat erstellen und fachspezifischer arbeiten

Lumo ist ein datenschutzfreundlicher Chatbot, der auf Open-Source-Sprachmodellen basiert und neben einem normalen Chat nun Usern ebenfalls die Möglichkeit gibt, spezialisierte Projekte zu erstellen. Lumo wird von der Proton AG aus der Schweiz betrieben, an der die Proton Foundation maßgeblich beteiligt ist.

Der obere Screenshot zeigt den Hinweis auf die neu eingeführten Projekte, die sich für fachspezifische Arbeiten nutzen ließen. Auch innerhalb von ChatGPT gibt es dieses Feature, mit dem man Quellen wie PDFs und Chats bündeln und zentral einsehen kann, ohne alle erstellen Chats einzeln durchsuchen zu müssen. Unten ist die Startseite von Lumo dargestellt und links in der Navigation klickt man auf den Reiter „Projekte“ und dann rechts daneben auf das Plus-Symbol.

Im Anschluss wird dem Projekt ein geeigneter Name wie „KI & Bildung“ gegeben und im Feld „Projektanweisungen“ lassen sich die Instruktionen eintragen, also der System-Prompt. Die Anweisungen gelten nur für dieses eine Projekt und nicht global für den gesamten Lumo-Chat.

System-Prompt: ***Du bist ein Spezialist für Anwendungen auf der Grundlage von künstlicher Intelligenz und durchsuchst alle PDFs nach den erwähnten Tools. Liste die Anwendungen in Stichpunkten auf.***

Nun rechts unten auf den blauen Button „Projekt erstellen“ klicken und schon ist das neue Projekt am Start und kann mit einem Chat und den offenen LLMs bearbeitet werden. Rechts unten ist erkennbar, dass ich als „Projektwissen“ ein aktuelles Paper des Hochschulforum Digitalisierung (HFD) hochgeladen habe. Ich nutze im Beispiel keine Internetsuche oder das allgemeine Wissen von Lumo, sondern konzentriere den Bot ausschließlich auf den Upload.

Damit sich Lumo auch tatsächlich auf das PDF bezieht, muss es im Chat vorab aktiviert werden. Das ist wichtig, sonst klappt es nicht! Die Aktivierung läuft, wie im unteren Screenshot angezeigt, über das @-Symbol und anschließend taucht direkt der Upload auf, der ausgewählt wird.

Da über die Projektanweisungen im Vorfeld alles genau definiert wurde, wird der Chat ausschließlich per Enter-Klick (Zero-Prompt) gestartet. Der Schweizer Chatbot Lumo beginnt, das PDF nach den erwähnten KI-Anwendungen durchzugehen und diese in Stichpunkten zu listen. Die untere Abbildung zeigt, dass dies sehr gut geklappt hat und das alles komplett kostenlos, denn Lumo lässt sich in einem bestimmten Umfang auch ohne einen Premium-Plan nutzen.

Möchte man aber über Lumo ein zweites Projekt starten, so kommt man um den Premium-Zugang nicht drumherum. Bei einem Upgrade auf „Plus“ lassen sich dann unbegrenzt viele Projekte entwickeln, zwischen denen problemlos hin und her gewechselt werden kann.

Aktuell basiert der offene Chatbot Lumo auf folgenden Large Language Models. Auch das schweizerische offene LLM Apertus gehört zu den verwendeten Modellen. Viel Erfolg!

Lumo is powered by open-source large language models (LLMs) which have been optimized by Proton to give you the best answer based on the model most capable of dealing with your request. The models we’re using currently are Nemo, OpenHands 32B, OLMO 2 32B, GPT-OSS 120B, Qwen, Ernie 4.5 VL 28B, Apertus, and Kimi K2. These run exclusively on servers Proton controls so your data is never stored on a third-party platform. Quelle: Proton

 

Autor

matthias kindt

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