prompting.schule der TU Graz ermöglicht eine kostenlose KI-Fortbildung für Einsteiger
Die TU Graz unter der Leitung von Dr. Martin Ebner hat mit prompting.schule ein offenes KI-Fortbildungsangebot für Einsteiger gestartet, mit dem sich die eigenen Skills rund um das Prompting verbessern lassen. Aktuell sind als Module die „Grundlagen“ und das „Prompt-Labor“ freigeschaltet. Weitere Einheiten werden folgen.
Auswahl zwischen „Grundlagen“ und „Prompt-Labor“
Die obere Abbildung zeigt die beiden freigeschalteten Kurse, aus denen User auswählen können. Beim Klick auf die Grundlagen lassen sich dann Einheiten wie Klare Anweisungen schreiben oder Modelle nachdenken lassen belegen, in denen man sehr praktisch mittels Beispielen und Erklärungen in die Thematik eingeführt wird. Ganz unten darf selber ein eigener Prompt erstellt werden, der dann auch auf die Qualität überprüft wird, bzw. wie man diesen hätte besser formulieren können. Als Basis werden Sprachmodelle wie ChatGPT verwendet, die über die Dienste von Microsoft Azure laufen. Die Nutzung ist für Schüler, Lehrkräfte oder auch Studierende komplett kostenlos. Einfach kurz einloggen und schon kann es losgehen.
Im Folgenden habe ich mich im Rahmen der prompting.schule für die Einheit „Modelle nachdenken lassen“ entschieden, um etwa die Bedeutung der „Chain of Thought“ von Reasoning-Modellen zu klären. Super ist, dass die Lektionen stets mit Beispielen arbeiten, die sich dann rechts daneben über den Button „Einfügen“ automatisch unten in die Promptleiste hinzufügen und auch mit eigenem Inhalt erweitern lassen. Das geht wirklich simpel und insgesamt ist die Plattform der TU Graz sehr einfach zu bedienen. Auf die unten gestellte Aufgabe „Wie hilft Chain of Thought“ habe ich kurz mit „Es hilft die Vorgehensweise des Models zu verstehen“ geantwortet und dafür sogar ein Sternchen erhalten 😉 .
Das ist eine sehr gute Beobachtung! Durch die Chain of Thought Methode wird der Gedankengang tatsächlich sichtbarer, was dazu beiträgt, die Entscheidungen des Modells besser nachzuvollziehen. Weiter so!
Insgesamt finde ich das Design der Kurse sehr gelungen, auch mit den unterschiedlichen Farben und Formatierungen wie Tabellen und Aufzählungszeichen. Es wirkt sehr vielfältig und alles andere als langweilig. Der Prompt wird immer unten in die zugehörige Leiste mit der Bezeichnung „Prompt“ eingetragen und im Anschluss mit Enter bestätigt.
Kurs „Prompt Labor“ mit Notizen zusammenfassen
Neben den Grundlagen habe ich eine weitere Einheit im Prompt-Labor absolviert und mich dort für die Lektion „Notizen zusammenfassen“ entschieden. Auch eine Fortbildung zu „Grammatik-Korrektur“ oder „Pro- und Kontra-Diskussion“ wird den Lernenden angeboten, die ich aber nicht alle durchgetestet habe.
Der untere Screenshot zeigt nun den gesamten Ablauf, von einer kurzen Einführung mit Beispielen und einer Aufgabe bis hin zu meinem Input und einem vorgeschlagenen besseren (grün), aber auch angezeigtem schlechteren Prompt (rot), also wie man es besser nicht machen sollte. Bei Klick im grünen Fenster rechts unten auf das Papier-Emoji wird dann der geeignetere Prompt direkt ausprobiert. Viel läuft hier über „Klick Klack“, anstatt mühseligen „Rumgesuche“. Mir gefällt dieser Automatismus, da immer mehr KI-Tools so funktionieren. Aber dies ist natürlich alles Geschmackssache.
Es lohnt sich aus meiner Sicht, die Plattform prompting.schule kostenfrei zu nutzen, um vor allem als Anfänger erste Erfahrungen zu sammeln. Umfragen haben in Deutschland ergeben, dass sich viele Lehrkräfte im Umgang mit KI-Anwendungen unsicher fühlen, und genau solche Angebote könnten dies ändern, denn es kommt beim Einstieg auf die Einfachheit an, ohne dazu direkt eine Online-Fortbildung erfolgreich absolvieren zu müssen. Warum nicht kostenfrei ein wenig ausprobieren?
Dienst läuft über Microsoft Azure
Die Speicherung und Verarbeitung der Daten erfolgt in Rechenzentren innerhalb der Europäischen Union. Im Rahmen der Nutzung von Microsoft Azure können Daten an Microsoft übermittelt werden, auch in Länder außerhalb der EU, einschließlich der USA. Microsoft sichert die Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen durch den Einsatz von Standardvertragsklauseln und anderen geeigneten Schutzmaßnahmen. Quelle: TU Graz
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