Reichweitenstarkes Open-Access-Buch „KI & Wir“| Leitfaden der Uni Hannover | KI in der schulischen Begabtenförderung | Agent „Meta Phor“

Willkommen bei der 119. Ausgabe von KI & Bildung, die unter anderem die reichweitenstarke Open-Access-Publikation „Künstliche Intelligenz und Wir“ vorstellt, einen aktualisierten Leitfaden der Leibniz Universität Hannover thematisiert und nach München blickt, wo ein riesiges KI-Rechenzentrum entstehen soll. Viel Spaß!

News aus den Hochschulen & Wissenschaften

Künstliche Intelligenz und Wir: Stand, Nutzung und Herausforderungen der KI

Dieses Open Access Buch bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Technikentwicklung und die zukünftigen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI). Experten aus verschiedenen Disziplinen beleuchten die vielfältigen Aspekte der KI, von technischen Grundlagen über ethische Fragestellungen bis hin zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Das Buch wendet sich an Lehrende und Lernende an deutschsprachigen Hochschulen und kann als Lehrbuch außerhalb der Informatik verwendet werden.

KI im Kontext wissenschaftlichen Arbeitens am IfS

Diese Handreichung richtet sich an Studierende und bietet Richtlinien und Empfehlungen, wie der Einsatz von KI in studentischen Arbeiten, wie Hausarbeiten und Projekten, nachvollziehbar und ethisch korrekt gestaltet werden kann. Transparenz bei der Nutzung von KI-Technologien ist entscheidend, um wissenschaftliche Integrität zu gewährleisten und ein klares Verständnis über die Rolle der KI innerhalb akademischer Leistungen zu schaffen.

KI-basierte Werkzeuge in den Verhaltenswissenschaften

Forschende des Wilhelm-Wundt-Instituts für Psychologie der Universität Leipzig haben unter der Leitung von Dr. Björn Rommel im Rahmen des Forschungsprojekts SYNTH KI-basierte Werkzeuge entwickelt, die arbeitsintensive Aspekte in den Verhaltenswissenschaften automatisieren. Dabei werden moderne Sprachmodelle darauf trainiert, wissenschaftliche Texte und psychologische Messinstrumente zu analysieren und zu vergleichen.

Ohne Reallabore läuft die KI an Hochschulen ins Leere

DIE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ bestimmt zunehmend den Alltag – auch den an Hochschulen. Studierende und Lehrende nutzen KI-Tools, von Textgeneratoren bis zu intelligenten Lernplattformen. Doch noch herrscht weitgehend Unklarheit darüber, welche Folgen diese Technologien für Lernprozesse, Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit haben. Meist wird KI lediglich als technisches Add-on verstanden, ihre bloße Bereitstellung gilt oft schon als Fortschritt. Doch das greift zu kurz.

Inspiration ohne Tragwerk: KI-Einsatz im Architekturstudium

Eingebundene KI-Funktionen werden immer alltäglicher – auch in der Architektur. Wie lassen sich die damit einhergehenden Möglichkeiten und Grenzen im Architekturstudium praktisch erfahrbar machen, insbesondere während der Entwurfsphase? Erkenntnisse aus einem Tool-Testjahr an der Hochschule Koblenz.

Fake-Forschung: KI-gestützter Wissenschaftsbetrug

Etwa 300.000 wissenschaftliche Fachartikel pro Jahr sind durch KI erstellte Fälschungen. Das schreibt der Hirnforscher Bernhard Sabel in seinem Buch „Fake-Mafia in der Wissenschaft“. Dahinter steht ein profitables Geschäft – mit gravierenden Folgen.

Künstliche Intelligenz – Neu denken, was Denken ist

Für den Philosophen Tobias Rees ist KI eine Erschütterung für das philosophische Projekt Europas. In diesem Umbruch liege aber auch eine Chance, das Denken neu zu denken, so eine zentrale These seines Vortrags an der Universität Freiburg. Rektorin Kerstin Krieglstein sieht darin einen Auftrag, diesen Umbruch als Universität mitzugestalten.

DFKI-Labor an der TU Darmstadt wird dauerhafter Standort

Wissenschaftsstaatssekretär Christoph Degen hat heute (3. November) gemeinsam mit Digitalstaatssekretär Stefan Sauer und Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Fröhlich in Wiesbaden einen Förderbescheid über 9,4 Millionen Euro an das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) überreicht. Das DFKI hat 2022 an der TU Darmstadt ein KI-Labor eingerichtet.

Wie KI Berufsbilder, Kompetenzen und Karrierepfade verändert

Wo bleibt der Mensch, wenn die KI übernimmt? Und welche Folgen hat der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz für Organisationen und die sozialen Beziehungen, die sie ausmachen? Diese Fragen untersucht Professorin Anne-Sophie Mayer. Dafür arbeitet die LMU-Wissenschaftlerin mit Unternehmen verschiedener Branchen zusammen und begleitet die digitale Transformation vor Ort.

Zwölf Podcasts zu künstlicher Intelligenz

Der Mensch hat die Welt geprägt – durch Sprache, Kunst, Wissenschaft und Kultur. Doch nun stehen wir am Anfang einer neuen Ära, in der künstliche Intelligenz, Robotik und neue Technologien immer mehr unseren Alltag beeinflussen. Wie verändern diese unser Verständnis vom Menschsein?

Software-Entwicklern fehlt bei KI-Assistenten „gesundes Misstrauen“ – anders als bei Kollegen

Wenn Code programmiert wird, arbeiten oft zwei Software-Entwickler paarweise zusammen. Dies senkt die Fehlerquote, zudem geben die Kollegen ihr Wissen einander weiter. Seit einiger Zeit übernehmen KI-Assistenten diese Rolle. Das ist nicht nur von Vorteil, wie eine empirische Studie von Saarbrücker Informatikern zeigt: Programmierer schauen beim Code von KI-Assistenten nicht so genau hin und lernen auch weniger von ihnen. Die Studie wird nun auf einer renommierten Konferenz in Seoul vorgestellt.

 

📢 Ein Partnerbeitrag von Emelie Steens & Saskia Moseke von der Tobit Software GmbH

tobit

Wie lassen sich KI-Bilder sinnvoll für den Unterricht einsetzen? Ein Beispiel ist der Agent „Meta Phor“, der über den Sidekick Server entwickelt wurde. Über ein Briefing können Regeln & Leitplanken festgelegt werden. Die untere Abbildung zeigt die Einstellungen des Agents, bei dem es sich um eine Literatur-Superheldin handelt, die Schülerinnen & Schüler im Rahmen der Analyse literarischer Texte und Figuren unterstützt.

Für die Bildgenerierung sind unterschiedliche Bildmodelle verfügbar, wie unter anderem DALL-E3 von OpenAI oder Flux 1.1 von Black Forest Labs. Abhängig von den Stärken und Schwächen der Modelle kann man diese beliebig wechseln und flexibel dem jeweiligen Use Case anpassen. Gerne mal testen!

Zum Beitrag auf „Unidigital“ von Emelie Steens und Saskia Moseke von Tobit

Neues aus dem Schulunterricht

Künstliche Intelligenz in der schulischen Begabtenförderung

Die Open-Access-Veröffentlichung „KI in der schulischen Begabtenförderung: Chancen, Herausforderungen und Impulse für die Praxis“ von Dr. Olaf Steenbuck und Andreas Terfloth zeigt, wie KI-Lernprozesse individuell unterstützen und Lehrkräfte entlasten kann – und welche pädagogischen Fragen sich daraus ergeben.

Anthropic unterstützt Lehrkräfte in Island mit KI bei der Unterrichtsvorbereitung

Isländische Lehrkräfte können bald KI nutzen: zur Vorbereitung von Unterricht und Materialien sowie für Verwaltungsaufgaben. Anthropic, der Entwickler des großen Sprachmodells Claude (LLM), arbeitet mit Island zusammen, um seine KI-Technologie landesweit Lehrkräften zur Verfügung zu stellen.

Lehrkräfteprofessionalisierung für KI in Schule und Unterricht

Besonders im sprachlichen Unterricht können KI-Systeme individuelle Lernprozesse unterstützen, etwa durch automatisiertes Feedback zu Texten oder das individualisierte Lernen mit Intelligenten Tutoriellen Systemen. Gleichzeitig bringt der Einsatz von KI-basierten Systemen im schulischen Kontext ethische, rechtliche und soziale Herausforderungen mit sich. Der Kurs thematisiert all dies und unterstützt Lehrkräfte dabei, die Chancen KI-basierter Systeme zu nutzen und Risiken reflektiert sowie konstruktiv zu begegnen.

Der „Kompass KI“ weist Lehrkräften den Weg durch den KI-Dschungel

Jede Woche erscheinen neue Studien zum Einsatz generativer KI in der Schule. Sie zu lesen kostet Zeit; Schlagzeilen verkürzen die Ergebnisse oder führen in die Irre. Eine Lücke, die der KI-Experte Hendrik Haverkamp und der Schulpsychologe Benedikt Wisniewski mit ihrem Podcast „Kompass KI“ füllen.

So führt ein Dresdner Lehrer seine Schüler spielerisch an die KI heran

Das Thema Künstliche Intelligenz – kurz KI – ist allgegegenwärtig. Auch in den Schulen ist es längst angekommen. Doch wie gelingt es, dass die virtuelle Antwortmaschine den Schülerinnen und Schülern nicht das Denken abnimmt, sondern als zusätzliches Werkzeug begriffen wird? Der Dresdner Lehrer Benno Kretschmer-Stöhr steht der KI aufgeschlosssen gegenüber.

Studie mit 2.000 Jugendlichen: Sorgen um KI-Einfluss auf Berufschancen wachsen deutlich

Junge Menschen sorgen sich um ihre berufliche Zukunft, weil KI immer weiter auf dem Vormarsch ist. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl derer, die ihre Berufspläne durch Chatbots und Co. bedroht sehen, deutlich gestiegen. Dennoch gibt es auch positive Ausblicke.

Pro & Kontra: Wie nutzen Lehrer:innen KI in der Schule?

Lehrkräfte sehen den Einsatz von KI im Unterricht zwiespältig: Viele betonen die neuen Möglichkeiten für individualisiertes Lernen, Sprachtraining und kreative Textarbeit. Andere warnen vor einem Verlust grundlegender Kompetenzen, mangelnder Quellenkritik und wachsender Ungleichheit zwischen Schüler:innen.


Tools & more

Deutsche Konkurrenz für OpenAI und Google: DeepL bringt eigenen KI-Agenten

DeepL hat einen autonomen KI-Agenten auf den Markt gebracht, der in der Lage ist, verschiedene Unternehmensanwendungen wie ein menschlicher Nutzer zu bedienen. „DeepL Agent“ sei etwa in der Lage, eigenständig Erkenntnisse für Vertriebsteams zusammenzutragen oder die Bearbeitung von Rechnungen in der Finanzabteilung zu automatisieren, sagte der Chef und Gründer von DeepL, Jaroslaw Kutylowski, auf einem Firmen-Event in Berlin.

Großes KI-Rechenzentrum kommt nach München

Online-Suchmaschinen, selbstfahrende Autos oder intelligente Kühlschränke, die Lebensmittel selbstständig nachbestellen – sie alle wenden künstliche Intelligenz an. Nur: KI braucht eine hohe Rechenleistung. Ein neuer Hotspot dafür kommt nach Bayern.

Mit KI Gespräche üben

Gespräche führen will geübt sein – realistisch, flexibel und ohne Druck, mit echten Menschen oder auch mit KI. Der Beitrag zeigt, wie ChatGPT-gestützte Rollenspiele helfen, sich in Fachgesprächen sicher zu fühlen – ob im Beruf, im Studium oder zur eigenen Reflexion. Sozusagen ein Rollenspiel reloaded.

Accenture, DFKI und Fraunhofer ISST veröffentlichen gemeinsames Whitepaper „KI in der Produktentstehung: Daten verbinden & Wissen erschließen“

Künstliche Intelligenz (KI) verändert grundlegend, wie Produkte konzipiert, entwickelt und auf den Markt gebracht werden. In einer umfassenden gemeinsamen Studie untersuchen Accenture, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, wie KI die Produktentwicklung beschleunigen und transformieren kann.

German Commons: Forschende veröffentlichen größten offen lizenzierten deutschen Textkorpus

Ein Forschungsteam hat mit German Commons die bisher umfangreichste Sammlung explizit offen lizenzierter deutscher Texte zusammengestellt. Der Korpus soll die Entwicklung rechtlich unbedenklicher deutscher Sprachmodelle ermöglichen.

Rechtsatlas KI: Ein weltweiter Überblick über die Entwicklung der Gesetzeslage zum Thema künstliche Intelligenz

Mit dem rasanten Fortschritt der Technologien im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) auf der ganzen Welt hat das Thema an rechtlicher Relevanz gewonnen. Derzeit haben einige Länder spezifische Gesetze zu KI mit unterschiedlichen Schwerpunkten verabschiedet.

Videoübersicht in NotebookLM: Mit das beste KI-Tool überhaupt

NotebookLM ist einer der beliebtesten KI-Umgebungen und erweitert stetig das Angebot um nützliche Tools wie zum Beispiel eine Videoübersicht, die mit dem Sprachmodell Gemini und Bildmodell Nano Banana erstellt wird. User können dies auch gut kostenfrei verwenden.

Microsoft 365 Copilot now enables you to build apps and workflows

This week, we’re bringing AI-powered building to employees across the organization, with new agents for Microsoft 365 Copilot customers in the Frontier program: App Builder and Workflows. Using these agents and Copilot Studio, Copilot now enables employees to turn ideas into impact by creating apps, workflows, and agents—just as easily as having a conversation.

Wird sich die KI-Regulierung verzögern?

Eigentlich sollen zentrale Teile der europäischen KI-Verordnung im August 2026 in Kraft treten. Weil aber bestimmte Standards noch fehlen, fordern Unternehmen, die Frist nach hinten zu verschieben. Organisationen wie European Digital Rights (EDRi) sehen darin einen großen Fehler, doch die Aufschiebung scheint immer wahrscheinlicher.

Skyfall-GS verwandelt Satellitenbilder in begehbare 3D-Städte

Forschende haben eine KI-Methode entwickelt, die aus normalen Satellitenbildern begehbare 3D-Städte generiert. Das System namens Skyfall-GS soll erstmals immersive Stadtmodelle nur aus Luftaufnahmen erstellen, ohne teure 3D-Scanner oder Street-View-Fahrzeuge zu benötigen.

 

Schaut gerne regelmäßig beim openHPI vorbei, denn dort werden zahlreiche, offene Online-Kurse rund um KI angeboten, wie demnächst das Format „Chatbots leicht gemacht: Große Sprachmodelle einfach nutzen“

.„Dieser kostenlose Online-Kurs wird vom KI-Servicezentrum Berlin Brandenburg unterstützt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.“

Zum offenen Kurs ab dem 26. November 2025

 

Tolles Video der Digitalen Profis zur Canvas-Funktion im Gemini-Chat und dem nachträglichen Bearbeiten einer erstellten Anwendung. Nun kann man rechts zwei sinnvolle Funktionen nutzen, um einen bestimmten Bereich zu markieren und so gezielt zu prompten und um ganz allgemein eine KI-Funktion hinzufügen zu lassen, etwa für Analysen, Zusammenfassungen oder Empfehlungen.

Zum YouTube-Video

 

Google Skills: Lerninhalte zu gefragten Kompetenzen entdecken„Ihre Anlaufstelle zum Erlernen und Ausbauen von KI-Fähigkeiten. Sammeln Sie praktische Erfahrung mit Google Skills-Labs, nehmen Sie an vertiefenden Kursen teil und lernen Sie direkt von den Experten. Anschließend können Sie Ihre neuen Fähigkeiten mit karrierefördernden Zertifizierungen unter Beweis stellen.“

Zu Google Skills

 

Nicht alle Unterhaltungen sollten mit geschlossenen Chatbots wie ChatGPT oder Gemini geführt werden, insbesondere wenn es um sensible Dokumente geht. Ollama ist eine Open-Source-Lösung, die ihr auf euren Computer installiert und dort offene Sprachmodelle wie Gemma oder Qwen herunterladet. Ja, Ollama bietet mittlerweile auch Cloud-Lösungen an, etwa beim offenen LLM von OpenAI „gpt-oss“, aber das würde wohl keinen Sinn machen hinsichtlich eines vertraulichen Chats.

Zu Ollama

 

Neulich habe ich mich auf Hugging Face nach dem offenen Schweizer Sprachmodell Apertus informiert und mir die Downloadzahlen des frei verfügbaren LLMs angeschaut. Mit Abstand am beliebtesten ist das kleinere Model „Apertus-8B-Instruct“ mit über 380 000 Downloads (last month).

Zu Apertus-8B-Instruct

 

Viele Grüße aus Braunschweig

Matthias

 

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