Spaitial AI: Aus einem Prompt & Bild-Upload eine 360-Grad-Welt entwickeln
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Spaitial AI ist eine Anwendung, die sich auf das Generieren von 3D‑Welten fokussiert. Aus einem simplen Textprompt kann eine begehbare 360-Grad-Welt erstellt werden, die sich jederzeit anpassen lässt. Nach einem Bild-Upload ermöglicht das Modell „Echo 2″ das Exemplar in alle Richtungen zu erkunden. Im Allgemeinen handelt es sich hierbei um „Physical-grounded World Models“. Einer der Mitgründer von Spaitial AI ist Professor Matthias Niessner von der TU München, der auch schon ganz entscheidend den Top-Avatar-Algorithmus rund um Synthesia mitentwickelt hat. Beide Firmen haben ihren Sitz in London.
Zur offenen Welt (Bild-Upload)
3D‑Welten zu entwickeln, ist sehr einfach, so ähnlich wie ein Bild oder Video zu erstellen. Nachdem ich mich über die App von Spaitial AI angemeldet habe, muss ich mich entscheiden, ob ich eine 360-Grad-Welt auf der Grundlage eines beschreibenden Textprompts oder basierend auf einem Bild (Upload) generiere.
Der obere Screenshot zeigt die Möglichkeit eines Bild-Uploads. Oben in der Navigation wird neben „Image“ zusätzlich der Button „Text“ angezeigt und dort klicke ich drauf, um einen Textprompt einzufügen, um im Anschluss ein Bild zu entwickeln. Den Prompt lasse ich mir von einem Chatbot ausgeben, zum Beispiel über eine Anweisung wie ***Schreibe einen Prompt für eine 3D-Welt zum Thema [XYZ]***.
Prompt: Create an immersive 3D world where the user walks through a modern university campus. The campus should feature futuristic glass buildings, green courtyards, wide pedestrian paths, students walking around, outdoor seating areas, lecture halls, libraries, cafés, trees, and soft natural lighting. The atmosphere should feel clean, inspiring, realistic, and welcoming. Use high-detail architecture, smooth walking navigation, and a calm daytime university environment.
Nachdem ich den oberen Prompt eingefügt habe, klicke ich auf „Generate Preview“ und kurz danach wird ein Bild angezeigt, auf dessen Grundlage ich nun eine 360-Grad-Welt generieren kann. Auch eine Änderung des Bildes ist möglich. In Spaitial AI basieren die Welten auf einem Bild, das direkt innerhalb der Umgebung erstellt oder nach einem Upload hinzugefügt wird.
Mir gefällt das Bild und ich bestätige dies über einen Button-Klick auf „Create world“ und schon wird die KI-generierte Welt entwickelt. Dies kann einige Minuten dauern und bei Fertigstellung lässt sich je nach Setting automatisch eine Benachrichtigung verschicken. Übrigens: Das Modell „Echo 2″ ist erst seit Kurzem freigegeben und Entwickler freuen sich in der Regel vor allem in der Anfangsphase (Beta) über praxisnahes Feedback 😉
Der untere Screenshot zeigt zwei KI-Welten, die ich über Spaitial AI erstellt habe. Links der „moderne Hochschulcampus“, basierend auf einem Textprompt und der Bilderstellung innerhalb der Umgebung. Und auf der rechten Seite habe ich zusätzlich eine 3D-Welt (Rechenzentrum) basierend auf einem Bild-Upload generiert. Das Bild hatte ich vorab über eine Top-Bild-KI ausgeben lassen, im Anschluss per Upload auf die Anwendung hochgeladen und per Enter den Prozess gestartet.
Fahre ich mit der Maus über eines der Bilder, so kann ich die 3D‑Welt in einem Vorschau-Modus betrachten. Klickt man unterhalb auf das „Info-Icon“, so öffnet sich ein neues Fenster mit einer genauen Beschreibung, wie zum Beispiel Prompt, Modell (Echo 2) und Input type (Text).
In der unteren Abbildung ist erkennbar, dass bei Input type die Bezeichnung „Image uploaded“ angezeigt wird. So lassen sich die Welten diesbezüglich unterscheiden, falls man vergessen hat, ob die 360-Grad-Umgebung auf der Grundlage eines Textes oder Image-Uploads erfolgte.
Im Folgenden gehen wir gemeinsam durch die Umgebung, basierend auf dem Textprompt. Nach einem Klick auf das Bild der fertig entwickelten Welt wird diese automatisch geöffnet und man kann sich direkt umsehen und bewegen. Also aus einem 2D-Bild bewegen wir uns nun in einer „360‑Grad-KI-Umgebung“. Sehr cool!
Im oberen Screenshot wird ganz unten die Menüleiste mit den Einstellungen angezeigt. Möchte man wieder zurück zum Ausgangspunkt, so genügt ein Klick auf „Reset view“. Diese Funktion ist wichtig, da die 360-Grad-Umgebung bei einer weiteren Begehung immer instabiler wird und das Design „verzieht“. Bei einer simplen 360‑Grad-Drehung (ohne Bewegung) bleibt das Design bei Spaitial AI in der Regel stabil und ich kann mich in Ruhe umschauen.
Unten in der Menüleiste ist ein „Tastatur-Icon“ dargestellt und nach einem Klick öffnet sich eine Übersicht, wie ich mich in der 3D-Welt zurechtfinde und bewegen kann. Ganz simpel mit der Tastatur nach links, rechts, oben und unten, um sich in der KI‑Umgebung gezielt zu bewegen. Mit gedrückter Maustaste verschiebe ich die Perspektive und schaue in alle Richtungen. Über die Maus lässt sich auch in das Bild hineinscrollen.
In der oberen Abbildung betrachte ich meine 360-Grad-Welt aus der Vogelperspektive, aus der einem schon etwas schwindelig werden kann. Hierzu einfach die Maus gedrückt halten, hoch in den Himmel schauen und anschließend mit der Tastatur geradeaus nach oben „gehen“. Ist man oben angekommen, so wird wieder mit der Maus gedrückt die Perspektive nach unten gelenkt. Es gibt also vielfältige Möglichkeiten, solche KI-Welten zu entdecken.
Ist die Umgebung nicht zufriedenstellend bzw. soll designtechnisch angepasst werden oder man möchte etwas hinzufügen/entfernen, so ließe sich dies über „Edit World“ (Stift-Icon) über einen Folgeprompt ausführen. Im Anschluss wird die zweite Version des „modernen Hochschulcampus“ generiert bis zur Version X. Theoretisch können solche Umgebungen je nach Use Case stetig aktualisiert werden.
Ist das Resultat zufriedenstellend und möchte dies anderen mitteilen, damit zum Beispiel Kolleginnen und Kollegen diese Welt betreten können, so nutzt man wieder unten die Menüleiste und das „Share-Icon“. Die Umgebungen in Spaitial AI sind nach Fertigstellung standardmäßig „Privat“ und lassen sich so über einen teilbaren Link öffnen.
Auch der Download einer 360-Grad-Umgebung ist möglich, um diese auf dem eigenen Rechner auszuführen oder in ein anderes Programm zu importieren und dort weiterzubearbeiten. Hier werden unterschiedliche Formate angeboten. Für einen Webseiten-Embed benötigt es in der Regel ein eigenes Plugin, falls das offene CMS WordPress verwendet wird. Die Ausführungen solcher Formate sind dort nicht standardmäßig aktiviert.
Nun sind wir am Beitragsende angekommen und zum Schluss kommt noch ein kleines Fazit rund um Spaitial AI und die Generierung von 3D‑Welten. Ja, auch Einsteiger können problemlos und kostenfrei solche Umgebungen auf der Basis eines Textprompts und/oder Bild-Uploads generieren und erhalten brauchbare Outputs. Begeht man diese KI-Welt jedoch immer weiter in alle Richtungen, so wird das Design stets unscharf und es bedarf diverser Nachbesserungen.
Je nach Use-Case kann aber ein einfacher 360‑Grad-Blick (ohne Bewegung) ausreichen, um die Thematik etc. optimal zu erfassen. Auf jeden Fall lohnt es sich, solche Anwendungen zu testen und weiterhin die Entwicklung auf dem Schirm zu haben. Da dürfte noch so einiges auf uns zukommen.


















