Top 5: Innovative KI-Projekte aus der Medizin

Künstliche Intelligenz lässt sich in der Medizin in vielen Bereichen sinnvoll einsetzen, um zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Diagnose nachhaltig zu erhöhen. Es gibt einige interessante Projekte, die auch an Hochschulen mitentwickelt werden. Dazu gehören autonome KI-Agenten, die bei der Entscheidungsfindung unterstützen oder eine KI-Simulation für Medizinstudierende, um deren Kommunikationsfertigkeiten zu verbessern. Ist euer Projekt nicht dabei? Dann gerne eine Mail an info@unidigital senden.

Bildquelle: TU Dresden

„Forschende des Else Kröner Fresenius Zentrums (EKFZ) für Digitale Gesundheit an der Technischen Universität Dresden (TUD) haben in Zusammenarbeit mit Partnern aus Deutschland, Großbritannien und den USA einen autonomen KI-Agenten entwickelt und getestet, der die klinische Entscheidungsfindung in der Onkologie unterstützen kann. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Cancer veröffentlicht. Künftig könnten KI-Agenten medizinisches Fachpersonal dabei unterstützen, komplexe medizinische Daten zu analysieren und fundierte, personalisierte Behandlungsentscheidungen für Krebspatientinnen und -patienten zu treffen.“


Bildquelle: Universität Würzburg

Die Würzburger Uniklinik hat ein neues Projekt in der Lehre gestartet. Medizinstudierende erhalten die Gelegenheit, ihre Kommunikationsfertigkeiten zu trainieren und gleichzeitig die klinische Entscheidungsfindung zu schulen. Simulierte Patientengespräche sind ein fester Bestandteil der medizinischen Ausbildung. Dabei schlüpfen Schauspielpersonen in die Rolle von Patientinnen und Patienten und führen Konsultationsgespräche mit Medizinstudierenden. Neben der medizinischen Gesprächsführung lernen die Studierenden, Empathie zu zeigen, aktiv zuzuhören und nonverbale Signale zu deuten.

KI-basierte Patientensimulation in der Lehre (Universität Würzburg)


Bildquelle: DKFZ (KI-generiert)

Inhalte zur Gesundheitskommunikation, die mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) erstellt werden, können Menschen in sozialen Medien stärker erreichen und zu mehr Interaktion bewegen als herkömmliche Beiträge. Das eröffnet neue Chancen für wirksame und kostengünstige Informationskampagnen – insbesondere im Bereich der Krebsprävention und Früherkennung. Voraussetzung ist: KI-generierte Inhalte müssen transparent eingesetzt, von Experten validiert und in die qualitätsgesicherte institutionelle Kommunikation integriert werden.

KI-generierte Social-Media-Inhalte als Chance für die Krebsprävention (DKFZ)


Bildquelle: DKFZ

Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben in Zusammenarbeit mit der Urologischen Universitätsklinik Mannheim einen Chatbot auf Basis künstlicher Intelligenz entwickelt und erfolgreich erprobt. „UroBot“ beantwortet Fragen der urologischen Facharztprüfung mit hoher Treffsicherheit und liefert dabei detaillierte, leitliniengestützte Begründungen mit transparenten Quellen. Über das größte europäische Fortbildungsportal für Urologen, urotube, wird Urobot ab sofort in Kooperation mit dem DKFZ zur ärztlichen Weiterbildung eingesetzt. Bereits am ersten Tag gingen über 1.000 Anfragen von interessierten Medizinerinnen und Medizinern ein. Die Nutzung der Plattform ist für sie kostenfrei.

KI-Chatbot unterstützt Urologen in der Weiterbildung (DKFZ)


KI Medizin
Bildquelle: DKFZ

Forschende des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ), des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), der Medizinischen Fakultät Heidelberg (MFHD) der Universität Heidelberg und des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) haben einen entscheidenden Schritt zur präziseren Diagnose von Hirntumoren gemacht. Die neueste Version des weltweit genutzten KI-basierten „Heidelberg CNS Tumor Methylation Classifier“ erkennt über 180 Tumorarten, doppelt so viele wie die Vorversion. Diese Weiterentwicklung hilft Ärztinnen und Ärzten, Tumoren des zentralen Nervensystems (ZNS) genauer zu bestimmen – und damit Therapien gezielter und schonender zu planen.

KI-gestützte molekulare Krebsdiagnose bei Hirntumoren (DKFZ)


Autor 

matthias kindt

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